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Autor Thema:   Deutscher Schäferhund ist der gefährlichste Kampfhund
Krenz-May, Michaela
Junghündin / Junghund

Beiträge: 84
Von:D,56204 Hillscheid
Registriert: Mai 2000

erstellt am 02. Mai 2000 um 15:33 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Krenz-May, Michaela anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Nadine, hallo Uwe

euer kleiner Ausschweif zur Zwingerhaltung ist interessant.

Meine Meinung dazu ist: Zwingerhaltung heisst nicht automatisch das die Hunde auf Umweltgeräusche schlecht geprägt sind

>>Mein Hund kannte keinen Staubsauger,keinen Mülleimer, keine Türklingel u.s.w. so einen Hund in das normale Familienleben einzugliedern bedeutet viel mehr Aufwand als bei einem Welpen

Meine eigene Schäferhündin (4 Jahre) ist im Zwinger geboren und aufgewachsen. Sie kam erst mit 5 Monaten zu mir. Sie ist trotzdem bestens sozialisiert und mit allen Geräuschen vertraut. Es gibt nämlich auch Züchter die sich echt viel Mühe mit ihren "Zwingerhunden" machen.

Die Buchempfehlung von Uwe kann ich nur unterstreichen. Es lohnt sich wirklich das Buch von Günter Bloch zu lesen "Der Wolf im Hundepelz". Es gibt wirklich tiefen Einblick in die Verhaltensökologie von Wölfen und Hunden. Gleichzeitig räumt Bloch mit "alten" Praktiken der Hundeerziehung und -ausbildung ganz schön auf. Ich durfte Ihn 2 Tage auf einem Seminar in Bad Münstereifel live erleben. Seine Arbeiten sind ein echter Gewinn für die wahren Hundefreunde!

by, viele Grüße von

------------------
Michaela

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Christiane Schober
Junghündin / Junghund

Beiträge: 81
Von:
Registriert: Feb 2000

erstellt am 02. Mai 2000 um 16:25 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Christiane Schober anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Liebe Michaela,

srooy, die Buchempfehlung von Bloch kam von mir. Das zum ersten. Das Zitat das der Hund keinen Staubsauger und dergleichen kannte, war auch von mir. So ist es mir ergangen und meine Meinung zur Zwingerhaltung bleibt. Der Hund ist nicht für den Zwinger geeignet. Mein Hund ist auch (trotz Zwingerzucht) sozialisiert aber ich kenne auch andere der gleichen Rasse die nicht im Zwinger zur Welt kamen und in Familien aufgezogen wurden und diese Hunde sind vom Verhalten einfach anders. Das kann man nicht abstreiten, sorry.

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Krenz-May, Michaela
Junghündin / Junghund

Beiträge: 84
Von:D,56204 Hillscheid
Registriert: Mai 2000

erstellt am 02. Mai 2000 um 16:49 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Krenz-May, Michaela anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Sorry Christiane,

ich werfe wohl noch die Namen etwas durcheinander.

Trotzdem bin ich der Meinung das nicht jede Zwingerhaltung schlecht ist.
Da ich leider zur berufstätigen Bevölkerung gehöre, halte auch ich meine Hündin tagsüber im Zwinger. Ihr "Zwinger" besteht aus einem 14qm Schutzraum mit etwa gleich großem Außenauslauf. Sie lebt dort mit der 3 jährigen DSH Hündin meiner Schwester zusammen. Und ich bin mir sicher das sie dort lieber ist (Wo sie das treiben in den Nachbargärten beobachten kann/oder einfach nur faul in der Sonne liegen) als in der Wohnung eingesperrt zu sein, wo sie von draußen garnichts mitkriegt.
Bei ihr ist kein abweichendes Verhalten festzustellen, außer das sie am liebsten draußen unter freiem Himmel ist. Aber als DSH hat sie halt mit Heizung und Sofa nicht so viel am Hut (Obwohl sie sich auch gerne mal mit mir auf dem Sofa rumlümmelt - nur wird ihr das schnell zu warm).

Nachmittags/Abends und Nachts habe ich sie bei mir in der Wohnung oder bin mit ihr in Wald und Feld unterwegs.
Wenn wir zu Hause sind und ich ihr die Balkontür offen lasse liegt sie Stundenlang auf dem Balkon und beobachtet die Straße.

soweit für heute, mein Hundi ruft... jetzt gehts ab durch Wald und Feld.

by

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Michaela

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Nadine
Junghündin / Junghund

Beiträge: 40
Von:D 48683 Ahaus
Registriert: Mrz 2000

erstellt am 07. Mai 2000 um 20:53 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Nadine anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo!
Die meisten Unfälle mit Hunden, passieren mit Zwingerhunden. Es ist einfach so, dass die Hunde die den ganzen Tag nur im Zwinger sizen, nicht mit anderen Menschen in Kontakt kommen und keine anderen Hunde treffen können, agressionen aufbauen!!! Hund sind Familientiere und so sollten sie auch gehalten werden, IN DER FAMILIE!!!

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KlausP
Junghündin / Junghund

Beiträge: 16
Von:DomRep
Registriert: Apr 2000

erstellt am 07. Mai 2000 um 22:33 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von KlausP anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
quote:
Original erstellt von Christiane Schober:
Hallo Lexx,

ich habe Nadine so verstanden, dass sie sich diese Rasse ausgewählt hat, weil sie ihr zusagt und alles daran setzten möchte diesen Hund so gut zu erziehen, dass er den Regeln dieser Gesellschaft entspricht. Diese Einstellung ist auch lobenswert, entschuldige bitte. Warum ausgerechnet diese Rasse? Warum kauft sich jemand einen Shar Pei, eine Bordeuxe Dogge, einen Rodesian Ridgebag, dass sind auch "Kampfhundrassen". Warum kauft sich jemand einen Collie? Vielleicht weil er eine Schafherde im Garten hat? Nein, sicher nicht. Jeder hat seinen individuellen Geschmack was seine Rassevorstellung betrifft und die Gründe liegen nicht immer in ihrem Zuchtursprung. Die Züchter verdammen? Hm... BMW - Werke schließen weil mit diesen Autos soviele Unfälle passieren. Das wäre im Keim ersticken, nach deiner Deffinition. Ich denke das der Mensch, ob Züchter oder Hundebesitzer alles was er mit den Tieren macht, mit Kopf machen sollte. Zum Abschluss möchte ich aber noch sagen, dass ich nicht für das "blinde" Weiterzüchten dieser Rassen bin, vielmehr für eine kontrollierte Zucht und Abgabe aller Rassen. Die Züchter sind hier auch gefragt. Verkauf von Welpen nur damit der Rubel rollt kann nicht Zuchtziel sein. Zuchtziel sollte sein, Tiere zu vermehren, die in unserer Gesellschaft ein normales Leben mit ihren Besitzern und den anderen Artgenossen führen können.



Bravo! Genau richtig - nur sehr naiv! Aber sage mir doch bitte einmal, warum sich jemand ausgerechnet einen Hund aus der Rasse der Hundekampf-Hunde
als liebevollen Begleiter aussucht. Warum sucht man sich diesen Hund aus, und versucht in aufwendiger - wie ich denke letztendlich vergeblicher - Mühe alles das was ihn ausmacht, was in Jahrhunderten in ihn hineingezüchten wurde "herauszuerziehen", besser: heraus zu dressieren. Was soll das? Erziehe dem Laufhund das Laufen ab, dem Wasserhund das Schwimmen, dem Jagdhund das jagen, dem Hütehund das Hüten, dem Kampfhund das.......?Das Ergebnis: Der Hundekampf-Hund wird so unglücklich wie sein Halter. Nein! Unser Hund muß so genommen werden wie er WIRKLICH ist. Besser, er sollte von den meisten überhaupt nicht genommen werden.
Noch eine kleine Bemerkung: Alle die sogenannten und auch wirklichen Hundefachleute, die sagen der Hund ist das Ergebnis seiner Erziehung haben - leider - nur zu einem gaaaanz kleinen Teil recht, zumindest bei unseren Hunden (ich züchte den American Pit Bull terrier (Old Family Red/Red Nose) seit nun 15 Jahre). KlausP

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Allis
Junghündin / Junghund

Beiträge: 30
Von:Deutschland, Halle
Registriert: Mrz 2000

erstellt am 08. Mai 2000 um 08:55 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Allis anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
quote:
Original erstellt von Nadine:
Hallo!
Die meisten Unfälle mit Hunden, passieren mit Zwingerhunden. Es ist einfach so, dass die Hunde die den ganzen Tag nur im Zwinger sizen, nicht mit anderen Menschen in Kontakt kommen und keine anderen Hunde treffen können, agressionen aufbauen!!! Hund sind Familientiere und so sollten sie auch gehalten werden, IN DER FAMILIE!!!

Hallo Nadine,

woher beziehst du dein Wissen darüber? Oder besser auf welche Statistik beziehst du dich da?

Allis

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Christiane Schober
Junghündin / Junghund

Beiträge: 81
Von:
Registriert: Feb 2000

erstellt am 08. Mai 2000 um 10:13 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Christiane Schober anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Lieber Klaus,

das sich Leute aus Liebe zu dieser Rasse einen Hundekampfhund zulegen und dann verzweifelt versuchen ihm etwas an- oder abzuerziehen was in seinen Genen liegt ist meist ein schweres Unterfangen aber nicht ganz aussichtslos. Einen Hütehund, der keine Möglichkeit zum Hüten vom Besitzer bekommt, jedoch eine Alternative bei der er seine Talente nutzen kann muß nicht unbedingt unglücklich sein. Ein Hundekampfhund, der eine für ihn sinvolle Beschäftigung bekommt, so denke ich zumindest, muß auch nicht zwangsläufig unglücklich sein. Voraussetzung ist natürlich, daß er nicht aus einer Zuchtlinie kommt die noch für den Kampf gezüchtet werden. Es ist nur die Frage ob dieser Besitzer auch das Wissen, die Konsequenz, die Erfahrung und die nötige Dominanz für einen solchen Hund mitbringt. Denn meine Meinung ist die, daß das Wesen eines Tieres eine Kombination aus Veranlagung, Charakter und Erziehung bzw. Prägung ist. Diese Kombination macht meiner Meinung nach das Wesen eines Hundes aus. Trotz der guten Vorsätze die so manche Neuhundebesitzer mitbringen, glaube ich, daß das Vergeben der Hundeakampfhundrassen besser kontrolliert werden muß und zwar schon vom Züchter und eben Zuchtlinien "für" den Hundekampf verboten werden müssen, da man mit diesen Tieren in unserer Gesellschaft, so wie sie besteht, keine Chance hat.

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KlausP
Junghündin / Junghund

Beiträge: 16
Von:DomRep
Registriert: Apr 2000

erstellt am 08. Mai 2000 um 22:36 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von KlausP anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
quote:
Original erstellt von Christiane Schober:
Lieber Klaus,

das sich Leute aus Liebe zu dieser Rasse einen Hundekampfhund zulegen und dann verzweifelt versuchen ihm etwas an- oder abzuerziehen was in seinen Genen liegt ist meist ein schweres Unterfangen aber nicht ganz aussichtslos. Einen Hütehund, der keine Möglichkeit zum Hüten vom Besitzer bekommt, jedoch eine Alternative bei der er seine Talente nutzen kann muß nicht unbedingt unglücklich sein. Ein Hundekampfhund, der eine für ihn sinvolle Beschäftigung bekommt, so denke ich zumindest, muß auch nicht zwangsläufig unglücklich sein. Voraussetzung ist natürlich, daß er nicht aus einer Zuchtlinie kommt die noch für den Kampf gezüchtet werden. Es ist nur die Frage ob dieser Besitzer auch das Wissen, die Konsequenz, die Erfahrung und die nötige Dominanz für einen solchen Hund mitbringt. Denn meine Meinung ist die, daß das Wesen eines Tieres eine Kombination aus Veranlagung, Charakter und Erziehung bzw. Prägung ist. Diese Kombination macht meiner Meinung nach das Wesen eines Hundes aus. Trotz der guten Vorsätze die so manche Neuhundebesitzer mitbringen, glaube ich, daß das Vergeben der Hundeakampfhundrassen besser kontrolliert werden muß und zwar schon vom Züchter und eben Zuchtlinien "für" den Hundekampf verboten werden müssen, da man mit diesen Tieren in unserer Gesellschaft, so wie sie besteht, keine Chance hat.


Hallo Christiane - und hier genau endet unser gemeinsamer Weg (natürlich nur bildlich gesprochen). Der American Pit Bull Terrier ist der Hundekampf-Hund. Wenn ich eine Rasse liebe, liebe ich sie so wie sie ist, nicht wie ich sie haben will oder - noch schlimmer - wie ich sie mir vorstelle. Schau Dir das Beispiel Nadine an. Sie glaubt wirklich den Unfug den sie schreibt. Sie glaubt ein AmStaff, der 1936 noch ein guter reinrassiger American Pit Bull Terrier war, wäre mit Erziehung zu einem Schoßhündchen zu machen und freundlich zu allen anderen Hunden. Das ist schlichtweg dummes Zeug!!Wenn Du ihre Aggressivität weg nimmst, findest Du nur noch hilflose Unkenntnis. Sie gehört zu denen, die nicht bereit sind, sich mit den Hundekampf-Hunden wirklich auseinander zu setzten.
In einem anderen Forum habe schon einmal erläutert, daß beinahe in jedem Pedigree eines American Pit Bull Terrier in Deutschland in der dritten oder vierten Generation - häufig schon viel früher - ein Hund aus den reinen Kampflinien auftaucht. Das ist dem Grunde nach auch kein Problem, wenn der Halter dieses wüßte und sich dementsprechend verhalten würde. Um nicht mißverstanden zu werden, vor allem der APBT und auch - mit Abstrichen der Amstaff - sind erstklassige und berechenbare Familienhunde (gerade wenn sie aus den Kampflinien kommen(!)), sie haben jedoch immer (!) das Problem mit anderen Tieren und hier in der Hauptsache mit hundlichen Geschlechtsgenossen. Vor allem wenn die "anderen" dominant sind. Solltest Du Gelegenheit haben, mit guten Züchtern des APBT zu sprechen und es Dir gelingen ihr Vertrauen zu gewinnen, werden sie alle Dir dieses bestätigen.
Ich besitze erstklassige game Hunde und Hunde die seit Jahren aus der Schau-Linie kommen und erst in der sechsten oder siebten Generation einen Game Dog haben. Glaube mir, letztendlich sind es alles PIT`s und unterscheiden sich nur in der Gameness (die Fähigkeit und das Wollen eine Sache zu Ende zu bringen - um jeden Preis).
Um Himmelswillen laßt doch die Hundekampf-Hunde in Ruhe, wenn Ihr kein Hundekampf-Hund wollt. Was reizt Euch denn immer wieder an diesem Hund? Warum wollt Ihr ihn umerziehen? Es gibt so viele Hunderassen, die genau das haben was Ihr wollt! Nehmt doch bitte diese Hunde und laßt den APBT wie er ist, mit allen seinen Vorzügen und allen seinen Schwächen. Letztendlich seid Ihr es, die durch Unwissen unsere Hunde ins Verbot treiben. Ich kenne so viele Züchter, auch Züchter die es nach Euren und überwiegend (?)auch meinen - Moralvorstellungen gar nicht geben darf, keiner von diesen tritt negativ in Erscheinung! Warum auch, sie kennen ihre Hunde und richten sich danach.
Und bitte, bitte erzählt nicht immer wieder das aus diesen Hunden mit Erziehung problemlose Hunde werden. Sie werden es nicht! Das Ergebnis steht dann in großen Buchstaben in der Bildzeitung. BITTE! Klaus

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Christiane Schober
Junghündin / Junghund

Beiträge: 81
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erstellt am 16. Mai 2000 um 11:08 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Christiane Schober anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Lieber Klaus,

eigentlich scheiden sich unsere Wege so stark nicht. Ich habe niemals behauptet, dass man aus einem Hundekampfhund durch besondere Erziehung einen Schoßhund machen kann, ganz im Gegenteil bin ich der Meinung, daß eben gerade diese Rassen einen Besitzer brauchen der fern von dem ist was unsere "üblichen" Hundemöchtegernkenner sind. Denn diese sind hierfür bewiesener Maßen ungeeignet. Ich habe nur die Ansicht vertreten, daß Hunde, die durch eine sinvolle Beschäftigung jenen Ausgleich finden den sie für sich benötigen, "glücklichere" Hunde sind als diejenigen, die nur blöd rumliegen und einmal am Tag um den Häuserblock geführt werden damit sie sich "entleeren" können. Wenn man einen Hund überhaupt als glücklich bezeichnen kann. Und ich denke das gilt doch für jede Rasse. Im übrigen bin ich auch der Meinung, daß es sich jeder überlegen sollte ob er allen Ansprüchen, die jede Rasse so mit sich bringt erfüllen kann und daß zum Wohle aller. Ferner bin auch ich es leid, Menschen wie z.B. Nadine zu erklären um was es zu gehen hat und um was es geht, beim großen Thema Hund. Ich für meinen Teil habe meine Hunde nach meinen Vorstellungen (die ich auch schon desöfteren erläutert habe)erzogen, habe diese im Griff und lebe gut mit ihnen und auch mit allen anderen Hunden. Ich selbst kenne einige "Hundekampfhundbesitzer", komme super mit ihnen klar, führe gute und lange Gespräche mit ihnen, habe grundsätzlich keine Probleme... solange diese Tiere in den richtigen Händen sind. Mit geltungssüchtigen Möchtegern..... kann ich nichts anfangen und hier ist mir auch meine Zeit zu schade. Ich lebe mein Rudelleben mit allem was dazu gehört und möchte es nicht missen. Die Menschen müssen endlich lernen, daß ihre Grenzen, andere Lebewesen nach ihren verschrobenen Moral- und Geschmacksvorstellungen zu formen, eine Grenz haben. Wir müßen lernen den Hund zu verstehen, nicht der Hund uns.

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O SABINE o
Junghündin / Junghund

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erstellt am 18. Mai 2000 um 17:35 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von O SABINE o anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Lieber Klaus,
danke für diesen Beitrag, dem ich in vollem Umfang zustimmen muß - auch als Halterin eines Am.-Staff's. Leider sehen das die wenigsten so ... und Hand auf's Herz ... sie wollen es teils auch nicht.

Sorge bereitet mir im übrigen auch die Ausbildung (nicht nur solcher) Hunde als Schutzhund. Würde es denn nicht genügen, den Hunden einfach nur guten Gehorsam auf den Übungsplätzen zu vermitteln? Muß es denn ein Schutzhundetraining sein? Oftmals wissen viele Hundeführer und solche, die es werden wollen, nicht, was sie da eigentlich tun. Insbesondere auf Halter solcher Hunde, die nicht „wesensfest“ sind und erst in den Wehrtrieb gestellt werden müssen, um eine Prüfung überhaupt bestehen zu können, trifft diese Frage zu.
Das Ergebnis sind unkontrollierbare Hunde, die beinahe jegliche spontane Bewegung in ihrer Umwelt als Gefahr einstufen und aus ihrer Sicht angemessen darauf reagieren. Die Begründung, daß ein Hund eine Schutzhundeprüfung nur dann besteht, wenn er in absolutem Gehorsam steht, ist völlig unsinnig – die wenigsten Hunde tun das. Und wenn, dann auch nur auf dem Übungsplatz – wobei viele dieser Hunde außerhalb der Trainingsroutine aus der Hand gehen. Ich bin der Meinung, daß dieser „Sport“ (wenn überhaupt) nur Profis vorbehalten sein darf und nicht jeder Stümper auf Deutschen Hundeplätzen seinen Hund (gleich, welcher Rasse) einer Aggressionsdressur unterziehen dürfen sollte.
Mir wäre da bei manchem Spaziergang wesentlich wohler.
Gruß,
Sabine.

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Nadine
Junghündin / Junghund

Beiträge: 40
Von:D 48683 Ahaus
Registriert: Mrz 2000

erstellt am 18. Mai 2000 um 19:00 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Nadine anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Sabine!
Eigentlich müsstest Du als Staffi Besitzerin wissen, das diese Hunde auch von der Polizei als Polizei- und damit auch als Schutzhunde ausgebildet werden. Beispiel dafür ist die Polizei in Bochum. Ich verstehe nicht wieso ein Stafford nicht genauso dafür geeignet sein sollte, wie ein Schäferhund!? Grüsse Nadine!

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O SABINE o
Junghündin / Junghund

Beiträge: 11
Von:D 40764 Langenfeld
Registriert: Apr 2000

erstellt am 19. Mai 2000 um 09:27 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von O SABINE o anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Guten Tag, Nadine.
Von Diensthunden ist nicht die Rede. Ein Diensthund (gleich, welcher Rasse) wird von Beamten mit entsprechendem Fachwissen ausgebildet und steht danach auch in dessen Hand.
Mir sind "Otto-Normal-Verbraucher", die einen Hund zum Schutzhund "ausbilden", ohne zu wissen, was sie da tun, ein Dorn im Auge. Es ist zur Zeit kein Problem, sich irgendwo irgendeinen Hund anzuschaffen, mit diesem dann zu einem Hundeverein zu gehen und ihn dort ohne eigenes Fachwissen unter teils wirklich dürftigen Anweisungen eines Ausbilders oder Figuranten in der Abteilung C laufen zu lassen.
Sicherlich ist dieser Zustand nicht auf allen Hundeplätzen anzutreffen - aber auf einem stark überwiegenden Teil dürfte dies so sein.

Gruß,
Sabine.

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Nadine
Junghündin / Junghund

Beiträge: 40
Von:D 48683 Ahaus
Registriert: Mrz 2000

erstellt am 19. Mai 2000 um 20:23 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Nadine anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hi Sabine!
Ja, da hast Du schon recht. Ich dachte Du sprichst von den Diensthunden. Denn da glaube ich das ein Staffi genauso geeignet ist wie andere Rassen. Bye Nadine! P.S.: Der Staffi ist auch nicht aggressiver als andere Hunde es sind!!!

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Krenz-May, Michaela
Junghündin / Junghund

Beiträge: 84
Von:D,56204 Hillscheid
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erstellt am 25. Mai 2000 um 14:11 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Krenz-May, Michaela anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Sabine,

>>Ein Diensthund (gleich, welcher Rasse) wird von Beamten mit entsprechendem Fachwissen ausgebildet und steht danach auch in dessen Hand. <<

Hast du dir mal angesehen, wie diese "Diensthunde" ausgebildet werden? Ich denke nicht. Denn dort kann nicht immer die Rede von Fachwissen sein und schon garnicht von "in der Hand "stehen. Bei uns ist der Nähe ist ein Hundeplatz, wo viele "Diensthundeführer" trainieren (Sowohl Feuerwehr als auch Grenzschutz). Ich habe noch nie so viele aggressive Auseinandersetzungen (Hund - Hund, Hund - Mensch) hintereinander gesehen wie auf diesem Platz. Die Leute dort können ihre Hunde noch nicht einmal zusammen frei laufen lassen ohne das die sich in die Haare kriegen. Mein schlimmstes Erlebnis diesbezüglich war, als ich mal gesehen habe wie zwei dieser "Diensthunde" in einem nahe dem Platz gelegenen Biergarten gegen zwei friedlich im Sand spielende Kinder gegangen sind... und die "Hundeführer" konnten sie nicht zurückrufen...

>>Mir sind "Otto-Normal-Verbraucher", die einen Hund zum Schutzhund "ausbilden", ohne zu wissen, was sie da tun, ein Dorn im Auge. Es ist zur Zeit kein Problem, sich irgendwo irgendeinen Hund anzuschaffen, mit diesem dann zu einem Hundeverein zu gehen und ihn dort ohne eigenes Fachwissen unter teils wirklich dürftigen Anweisungen eines Ausbilders oder Figuranten in der Abteilung C laufen zu lassen.<<

Demgegenüber kenne ich viele Hundesportvereine, in denen auch Schutzhunde ausgebildet werden. Die können ihre Hunde frei laufen lassen. Die kriegen sich dann weder in die Haare, noch käme einer von den Hunden auf die Idee einen Menschen oder irgend ein anderes Haustier anzumachen. Sogar der Figurant ist völlig uninterressant, wenn er den Schutzärmel fallen läßt. Diese Hunde sind nämlich meist auf "Beute" gearbeitet und nicht auf Aggression oder Wehrtrieb! Und sind ansonsten friedliche Familienhunde.

>>Sicherlich ist dieser Zustand nicht auf allen Hundeplätzen anzutreffen - aber auf einem stark überwiegenden Teil dürfte dies so sein.<<
Wenn man mal von gewissen Rassespezifischen Vereinen absieht, sollte die Schutzdiensarbeit ohne Wehrtrieb auf den meisten Plätzen Standart sein. Zumindest ist das bei den Hundesportverbänden so. Dort werden dann nicht selten Hunde die beim Ablassen nachbeißen oder beim "Stellen und Verbellen" nach dem Arm gehen von der Prüfung ausgeschlossen.

by Michaela

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Krenz-May, Michaela
Junghündin / Junghund

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Registriert: Mai 2000

erstellt am 25. Mai 2000 um 14:32 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Krenz-May, Michaela anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Nadine,

>>Die meisten Unfälle mit Hunden, passieren mit Zwingerhunden.<<
Woher beziehst du diese Information?
Ich kenne viele Hunde, die einen Teil ihres Tages im Zwinger verbringen. Mit denen sind noch nie Unfälle passiert!

>>Es ist einfach so, dass die Hunde die den ganzen Tag nur im Zwinger sizen, nicht mit anderen Menschen in Kontakt kommen und keine anderen Hunde treffen können, agressionen aufbauen!!!<<

Mein Hund sitzt weder den ganzen Tag im Zwinger noch baut er irgendwelche Aggressionen auf oder hätte zuwenig Menschenkontakt. Ganz im Gegenteil! Im Zwinger kriegt sie wärend meiner Arbeitszeit einiges von ihrer Umwelt mit. Wenn ich sie stattdessen in der Wohnung "einsperre" dreht sie völlig durch!

>>"Hund sind Familientiere und so sollten sie auch gehalten werden, IN DER FAMILIE!!!<<
Das ist zwar richtig. Aber Familienhaltung schließt einen Zwinger für ein paar Stunden am Tag nicht aus!
Meine Hündin ist absolut gut sozialisiert. Sie hat weder ein Problem mit Menschen noch mit Hunden, Katzen, Kaninchen, Weidevieh oder sonstigen Tieren! Ich habe sie im letzten Sommer sogar bei Ausritten am Pferd mitlaufen lassen! Ohne Probleme! Obwohl sie das weder früher gelernt noch vorher schon mal gemacht hatte.
Aber dieser Hund vertraut mir völlig... egal wo ich sie hinführen wollte - sie würde mir überall hin folgen! Ohne Zwang oder Druck!!!

by Michaela

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Nadine
Junghündin / Junghund

Beiträge: 40
Von:D 48683 Ahaus
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erstellt am 28. Mai 2000 um 16:31 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Nadine anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hi Michaela!
Wenn ein Hund nur im Zwinger schläft geht es noch, was für mich aber auch nie in Frage käme. Aber wenn ein Hund, den ganzen Tag ohne irgendetwas anderes zusehen, kann nichts anderes passieren, als dass sein Sozialverhalten total verkümmert. Er baut automatisch agressionen auf. Jeder Hund wovon im Fernsehen berichtet wird, dass er jemanden angefallen hat, war ein Zwingerhund!!! Jeder Hundeexperte wird dir bestätigen dass Zwingerhaltung keine artgerechte Hundehaltung ist. Gruß Nadine!

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Ursus
Junghündin / Junghund

Beiträge: 23
Von:
Registriert: Mai 2000

erstellt am 28. Mai 2000 um 19:10 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Ursus anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Nadine,
Dein Engagement in allen Ehren, aber ist Wohnungs-Haltung Artgerecht? Es wird hier doch immer so schön angeführt, daß der Hund vom Wolf abstammt- lebt der in einer Wohnung?Ich bin sicherlich auch nicht dafür, daß Hunde im Zwinger gehalten werden. Jedoch nicht aus Gründen der Artgerechten Haltung, sondern weil ich es persönlich nicht gut finde. Rassespezifisch gibt es sicherlich aber die eine oder andere, die eine Zwingerhaltung besser "wegsteckt"als eine andere.Dosen- und/oder Trockenfutter ist bestimmt auch nicht so "Artgerecht"- aber wollen wir deswegen unsere Hunde losschicken ihre Beute selber zu erlegen?
Bitte bedenke doch einmal, das auch die Presse uns nur das mitteilt was sich gut verkaufen läßt. Nicht alle "gefählichen"Hunde werden im Zwinger gehalten- unterschiedliche Gründe können zu einem "Fehlverhalten"führen( das was wir als Fehlverhalten bezeichen). Ich glaube nicht das ein Hund ohne Grund zubeißt- und ich bin selber schon zweimal gebissen worden(nicht von meinen jetztigen Hunden)Beide Male ist keines der Tiere im Zwinger gehalten worden- sie hatte einen Gehirn-Tumor-also ist es Krankheitsbedingt gewesen.Ebenso kann ein Hund schlechte Erfahrungen gemacht haben, wurde geschlagen, getreten oder sonst was. Irgendwann tritt eine ihm "bekannte"Situation ein, er will sich verteidigen- bums- um diese Erfahrung gemacht zu haben muß er nicht im Zwinger gehalten worden sein. Dann müßte ja jeder Hund aus dem Tierheim gefährlich sein, dort werden sie ausschließlich in Zwinger gehalten. Es mag bestimmt Rassen geben, die eher zubeißen als andere- deswegen müssen sie aber nicht Zwingerhunde sein!
Ich denke das eigendliche Problem ist wahrscheinlich wirklich, das sich nicht jeder Hundehalter so verantwortungsbewußt seinem Tier und seinen Mitmenschen gegenüber verhält, wie es angebracht wäre.Nicht jeder setzt sich mit seinem Tier und die ihm eigene "Sprache"auseinander. Warnsignale werden übersehen und schon ist das Unglück passiert. Oder jemandder in der Hundehaltung noch unerfahren ist holt sich ein Alpha-Tier dessen Dominanz er nicht gewachsen ist- verkennt die Situation und schon kann es passiert sein.
Ich kann ein Tier auch in der Wohnung "verkümmern"lassen und somit genau das selbe erreichen, was Du mit Zwingerhaltung verbindest- denk mal drüber nach!
Liebe Grüße
Ursus

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O SABINE o
Junghündin / Junghund

Beiträge: 11
Von:D 40764 Langenfeld
Registriert: Apr 2000

erstellt am 02. Juni 2000 um 08:59 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von O SABINE o anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Guten Tag, Michaela.
Von dem Hundeplatz in Deiner Nachb*****aft war ggfs. keine Rede. Mit Blick über den Tellerrand darf ich Dir sagen, daß die Mehrzahl der dienstlichen Hundeführer (gleich, ob Parkaufsicht, Zoll, Polizei oder BGS) ihre Hunde sehr wohl ad1 in der Hand haben und ad2 diese in der Öffentlichkeit entsprechend führen. Selbstverständlich handelt es sich bei diesen Hunden nicht um zahnlose Steifftierchen und das ist letztendlich auch erwünscht, sonst wären diese Hunde im Dienst nicht brauchbar. Zwischenfälle der Art, die Du in Deinem Beitrag schilderst, sind vereinzelt – man sollte hier (wie auch in anderen Themenbereichen – z.B. „Hundekampf-Hund“ nicht verallgemeinern.

Der Behauptung, Schutzdienst ohne Wehrtrieb sei Standard, widerspreche ich. Die Praxis zeigt (nicht nur auf dem Hundeplatz in der Nähe), daß mindestens 80% der auf Prüfungen geführten Hunde durch vorherigen Starkzwang in den Trieb gestellt worden sind. Durch Schläge (in den schlimmsten Fällen), durch ein Kneifen im richtigen Moment an der richtigen Stelle, durch Motivation des Hundeführers etc., etc., etc.... die Möglichkeiten sind hier vielfältig. Beinahe jeder Hund, der einer solchen Ausbildung unterzogen wird, überschreitet auch nach Spiel, Beute und Bestätigung irgendwann die Grenze seiner Belastbarkeit.
Hier kritisiere ich diejenigen Hundeführer, die das nicht erkennen können (oder wollen) und ihre Hunde dennoch weiterführen, anstatt die „sportliche Laufbahn“ abzubrechen und sich damit zu begnügen, einen „stinknormalen Familienhund“ zu besitzen.
Stattdessen werden die vielen, im Jargon als „Flimmflämmchen“ bezeichneten Hunde durch Selbstschutzaggression zum „guten Schutzhund“ zurechtgebogen und auf der Jagd nach hohen Punktbewertungen durch die Prüfungen geschaukelt. Jeder „Schutzhundesportler“ wird, wenn er ehrlich ist, dieser Tatsache zustimmen und nicht versuchen, sich die derzeit herrschende Situation mit „Beutespielerei“ und sonstigem Unfug passend zu reden.

Das Ergebnis sind durch falsche, unsachgemäße Ausbildung verdorbene Hunde mit dem im Schutzdienst so erwünschten „Aktiven Aggressionsverhalten“, die nie wieder so konditioniert werden können, daß man als Halter einwandfrei garantieren könnte, der Hund werde den Menschen niemals mit seiner „Beute“ verwechseln.
Nochmals zum Verständnis: Ich bin unbedingt damit einverstanden, daß man seinen Hund auf einem Hundeplatz oder auf der grünen Wiese mit dem Ziel des absoluten Gehorsams ausbildet. Keine Frage. Auch die Ausbildung eines Hundes zum Fährtenhund ist eine durchaus empfehlenswerte Sache.
Außerdem: die bestandene Begleithundeprüfung, bei der ein Junghund auf seine Veranlagungen überprüft werden und vor allem unbedingten Gehorsam vorzeigen soll, steht zwar inzwischen vor der PRÜFUNG SchHI – allerdings nicht vor der AUSBILDUNG zum Schutzhund. Und das wäre meiner Ansicht nach sehr zu wünschen.

Abschließend: Ein Nachbeißen oder Belästigen des Helfers hat im Übrigen nichts mit dem Wehrtrieb des Hundes zu tun, sondern ist schlichter Ungehorsam, weil der Hund sehr schnell gelernt hat, den Übungsbetrieb vom Prüfungsbetrieb zu unterscheiden. Er weiß sehr genau, daß während einer Prüfung auf unerwünschtes Handeln i.d.R. keine Strafe folgt und nutzt dies einfach nur aus.
Der Hund wird weiterhin nicht von der Prüfung „ausgeschlossen“, sondern fällt durch – bei der nächsten Prüfung steht derselbe Hund wieder auf der Starterliste. Ein genereller Ausschluß eines Hundes von Prüfungen (z.B. durch wiederholte Gehorsamsverweigerung, unerwünschte Schärfe, etc.) ist nicht die Praxis und bedeutet außerdem längst keinen Ausschluß von der Ausbildung selbst. Doch das nur nebenbei.


Freundliche Grüße,
Sabine.

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Krenz-May, Michaela
Junghündin / Junghund

Beiträge: 84
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Registriert: Mai 2000

erstellt am 05. Juni 2000 um 09:26 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Krenz-May, Michaela anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo SABINE

>>Von dem Hundeplatz in Deiner Nachb*****aft war ggfs. keine Rede. Mit Blick über den Tellerrand darf ich Dir sagen, daß die Mehrzahl der dienstlichen Hundeführer (gleich, ob Parkaufsicht, Zoll, Polizei oder BGS) ihre Hunde sehr wohl ad1 in der Hand haben und ad2 diese in der Öffentlichkeit entsprechend führen.<<

Dann hast Du nur außerordendlich gutte Diensthundeführer kennengelernt!
Ich kenne verschiedene Hundeplätze und wann immer dort mit "Diensthunden" gearbeitet wird geht ohne Starkzwang garnichts!!!
Mein Mann selbst hatte mal einen ausgemusterten Diensthund (Die Hündin war nach einem Einsatz nichtmehr Schußfest) und obwohl er sich alle Mühe gegeben hat mit der Fee gut umzugehen ist sie immer ein "gefährlicher" Hund geblieben (und die ist zivil nicht nur auf den Arm gegangen!!!).


>>Der Behauptung, Schutzdienst ohne Wehrtrieb sei Standard, widerspreche ich. Die Praxis zeigt (nicht nur auf dem Hundeplatz in der Nähe), daß mindestens 80% der auf Prüfungen geführten Hunde durch vorherigen Starkzwang in den Trieb gestellt worden sind. <<

Ist doch seltsam das ich das bei den Sporthundeplätzen in meiner Nähe anders beobachte!

>>Durch Schläge (in den schlimmsten Fällen), durch ein Kneifen im richtigen Moment an der richtigen Stelle, durch Motivation des Hundeführers etc., etc., etc.... die Möglichkeiten sind hier vielfältig.<<

Meine Hündin wird als "Sporthund" im Schutzdienst ausgebildet und sie ist in den mehr als 2 Jahren ihrer Ausbildung weder gekniffen noch geschlagen noch sonst wie traktiert worden!

>>"Beinahe jeder Hund, der einer solchen Ausbildung unterzogen wird, überschreitet auch nach Spiel, Beute und Bestätigung irgendwann die Grenze seiner Belastbarkeit. <<

Dem muß ich grundsätzlich wiedersprechen! Ein sorgfältig ausgebildeter Hund kann sehr wohl den Schutzdienst auf dem Platz und das Spiel draußen voneinander trennen!!!

>>Jeder „Schutzhundesportler“ wird, wenn er ehrlich ist, dieser Tatsache zustimmen und nicht versuchen, sich die derzeit herrschende Situation mit „Beutespielerei“ und sonstigem Unfug passend zu reden.<<

Nicht jeder Schutzhundesportler wird dir zustimmen! Ich bestimmt nicht im gegenteil ich wiederspreche Dir!

>>Außerdem: die bestandene Begleithundeprüfung, bei der ein Junghund auf seine Veranlagungen überprüft werden und vor allem unbedingten Gehorsam vorzeigen soll, steht zwar inzwischen vor der PRÜFUNG SchHI – allerdings nicht vor der AUSBILDUNG zum Schutzhund. Und das wäre meiner Ansicht nach sehr zu wünschen.<<

Bei uns i.d.R. schon!!!

>>Abschließend: Ein Nachbeißen oder Belästigen des Helfers hat im Übrigen nichts mit dem Wehrtrieb des Hundes zu tun, sondern ist schlichter Ungehorsam, weil der Hund sehr schnell gelernt hat, den Übungsbetrieb vom Prüfungsbetrieb zu unterscheiden. Er weiß sehr genau, daß während einer Prüfung auf unerwünschtes Handeln i.d.R. keine Strafe folgt und nutzt dies einfach nur aus.<<

Wenn du meinst.

>>Der Hund wird weiterhin nicht von der Prüfung „ausgeschlossen“, sondern fällt durch – bei der nächsten Prüfung steht derselbe Hund wieder auf der Starterliste. Ein genereller Ausschluß eines Hundes von Prüfungen (z.B. durch wiederholte Gehorsamsverweigerung, unerwünschte Schärfe, etc.) ist nicht die Praxis und bedeutet außerdem längst keinen Ausschluß von der Ausbildung selbst. Doch das nur nebenbei.<<

Die Prüfung wird sofort abgebrochen und es erfolgt der Eintrag "Hund lässt nicht ab" in die Papiere. Nach mehreren solcher Eintragungen braucht man den Hund nichtmehr zu einem Prüfung anmelden! Da kann man nämlich keinen "Blumentopf" mehr gewinnen!

by
Michaela

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O SABINE o
Junghündin / Junghund

Beiträge: 11
Von:D 40764 Langenfeld
Registriert: Apr 2000

erstellt am 06. Juni 2000 um 13:07 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von O SABINE o anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Michaela, guten Tag :-)
Aus Deinen Antworten ersehe ich, daß es sich bei Deinen Erfahrungen ganz offensichtlich um einen relativ kleinen Auschnitt aus dem Gesamtgeschehen handelt. Daher werte ich sie nicht als objektiv.
Warum, glaubst Du, gibt es so viele Zwischenfälle? Weil JEDER Hund aus den Schutzhunde-Vereinen immer der liebste, am besten ausgebildetste, gehorsamste und zuverlässigste Hund ist?
Warum, glaubst Du, gibt es immer wieder Schlagzeilen?

".... M-E-I-N Hund ist lieb .... D-E-R tut nix..."

Menschenskinder. Seid doch mal ehrlich und streitet nicht immer alles um des Abstreitens Willen ab.

Michaela, nenn' mir doch nur einen einzigen Grund, der eine Schutzdienstarbeit mit dem "Familienhund" rechtfertigt.
Wenn ein Hund nicht dienstlich geführt wird, macht das doch eigentlich keinen Sinn, oder? Warum schaffen Hobbyisten Risiken, die eigentlich gar nicht nötig wären? Wo bleibt da der Sinn?

Freundliche Grüße,
Sabine.

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Christiane Schober
Junghündin / Junghund

Beiträge: 81
Von:
Registriert: Feb 2000

erstellt am 07. Juni 2000 um 09:39 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Christiane Schober anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

ich bin nicht so involviert in die Regeln der Schutzhundeausbildung, daher steht es mir auch nicht zu ein Urteil abzugeben ob dies für den Privatgebrauch nun gut oder schlecht ist...Aber ich denke das eines auf alle Fälle klar ist: Egal ob es sich um Schutzhundeausbildung, Agility, Breitensport oder Begleithundeausbildung geht, es kommt immer auf die Hundeschule und den Besitzer an. Man kann vieles falsch machen aber es kann auch vieles nützlich sein. Ich denke auch das jeder für sich selbst entscheiden sollte ob und was er mit seinem Hund macht (Ausbildungsmäßig). Wichitg ist doch nur das der Hund und Halter einen guten Bezug zueinander haben, dass der Hund ausgelastet ist und keine Gefahr für die Gesellschaft darstellt. Ob Schutzhundeausbildung für einen "Familienhund" nun nützlich ist oder nicht ist meiner Meinung nach Ansichtssache. Für mich ist ein Hundebesitzer der mit seinem Hund eine solche Ausbildung im vernünftigen Rahmen betreibt, seinen Hund im Griff hat und was von seinem Tier versteht allemal lieber, als diese Möchtegernhundekenner, die ihre Tier vermenschlichen und dadurch gravierende Fehler in der Erziehung machen. Ich glaube auch das es viele Hundeschulen gibt, die eigentlich geschlossen werden müsten, da es hier nur um Provilierung geht und nicht um das Hund-Mensch-Verständnis. Es gibt aber bestimmt auch Schulen die gut sind, die sich Gedanken machen über das was sie an die Besitzer vermitteln und die auch sehr individuell entscheiden ob ein Hund geeignet ist zu dem was sein Besitzer mit ihm vor hat.

In diesem Sinne liebe Grüße
Christiane

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Krenz-May, Michaela
Junghündin / Junghund

Beiträge: 84
Von:D,56204 Hillscheid
Registriert: Mai 2000

erstellt am 08. Juni 2000 um 14:37 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Krenz-May, Michaela anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Sabine,

also, mit Deiner Ansicht, daß es sich bei meinen Erfahrungen nur um einen relativ kleinen Auschnitt aus dem Gesamtgeschehen handelt ist nicht ganz korrekt. Korrekt ist, das ich selbst mit meinem Hund nur auf einem einzigen Platz Schutzdienstarbeit mache. Weil mir auf den anderen (hauptsächlich SV Plätze) die Helfer und Methoden nicht gefallen! Ich möchte meinen Hund nämlich nicht im Wehrtrieb hetzen lassen!

>>Warum, glaubst Du, gibt es so viele Zwischenfälle? Weil JEDER Hund aus den Schutzhunde-Vereinen immer der liebste, am besten ausgebildetste, gehorsamste und zuverlässigste Hund ist?<<

Meiner Erfahrung nach sind die wenigsten Zwischenfälle auf Schutzdienstarbeit zurückzuführen. Ein vernünftig als Sporthund im Schutzdienst geführter Hund greift niemanden an. Er hat das nicht nötig, weil er ausgelastet ist. Die meisten Zwischenfälle gehen nämlich auf das Konto unausgelasterer Hunde, die eigentlich nach "Arbeit" schreien aber nur 3mal am Tag um den Block geführt werden!!!
(begegnen mir leider immer mehr in der tierpsychologischen Praxis. Weil immer mehr "Rentner" und "Fußkranke" meinen sie müßten sich einen Rotti, DSH, Dobi, usw halten... leider!!!)

>>Menschenskinder. Seid doch mal ehrlich und streitet nicht immer alles um des Abstreitens Willen ab.<<

Tu ich doch garnicht! Ich habe nur etwas gegen vorgefertigte Meinungen aus der Schublade.

>>Michaela, nenn' mir doch nur einen einzigen Grund, der eine Schutzdienstarbeit mit dem "Familienhund" rechtfertigt.
Wenn ein Hund nicht dienstlich geführt wird, macht das doch eigentlich keinen Sinn, oder? Warum schaffen Hobbyisten Risiken, die eigentlich gar nicht nötig wären? Wo bleibt da der Sinn?<<

Bei einer guten und ruhigen Arbeit im Schutzdienst wird die Reizschwelle eines Hundes heraufgesetzt! D.h ein Hund der sich 2-3 mal pro Woche auf dem Hundeplatz richtig austoben kann und dabei lernt mit seinen Trieben Zielgerichtet umzugehen, ist den Rest der Woche friedlich und nicht aus der Ruhe zu bringen. Der wird nämlich so sehr auf das aussehen der Schutzkleidung geprägt, das ihm wild fuchtelnde Spaziergänger oder andere Menschen einfach nicht ins "Arbeitsbild" passen. Und die würde er dann auch niemals angreifen. Anders wäre es bei Hunden, die "zivil" gehetzt wurden... aber das wird bei einem seriösen Hundesportverein nicht gemacht!

Der Grund, warum ich meine Hündin im Schutzdienst führe ist auf der einen Seite einfach die "sportliche" Komponente (Ich mache mit ihr auch THS) auf der anderen habe ich durch die Arbeit im Schutzdienst wirklich einen ausgelasteten Hund. Sie lernt mit ihren Triebveranlagungen richtig umzugehen und ich habe gelernt sie auch in Situationen, in denen sie hoch im Trieb steht, zu beherrschen. Bei uns auf dem Platz wird nämlich sehr viel Wert auf den Gehorsam wärend des Schutzdienst gelegt (z.B. auf der Streife, beim Stellen und Verbellen, Ablassen usw.). Und das alles hat sie ohne jeden Zwang gelernt. Sie hat wärend der ganzen Schutzdienstausbildung noch nicht ein einziges einmal ein Kettenhalsband geschweige den einen Stachler angehabt. Das habe ich nämlich nicht nötig, ich führe sie lediglich mit einem 4-5cm breiten Lederhalsband.
Wenn Du das immer noch nicht glauben kannst, kannst Du uns ja mal besuchen kommen und Dich selbst davon überzeugen!

Viele Grüße
Michaela

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